Der RWG-Schüler-Blog

Schülerblog

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Weltkindertag

april maskottchenMontag Read-Weekly-Gossip Tag,

also hey RWG!

Heute ist Weltkindertag, sogar schon der zweite in diesem Jahr. Der Weltkindertag am 20. September geht auf die 9. UN-Vollversammlung 1954 zurück, in der das Kinderhilfswerk der UN (United Nations, auf Deutsch: Vereinte Nationen) beauftragt wurde, einen Weltkindertag zu veranstalten. UNICEF schlug dann den 20 September vor. Gleichzeitig wurde heute vor 32 Jahren die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet.

Der 1. Juni wurde in der ehemaligen DDR und anderen sozialistischen Ländern als Kindertag gefeiert. Nach der Wiedervereinigung hat man einfach beide Tage behalten: den 1. Juni als Internationaler Kindertag und den 20. September als Weltkindertag. Deswegen haben wir in Deutschland zwei Kindertage!

Doch was passiert an einem Kindertag?

In vielen größeren Städten finden Aktionen in der Innenstadt für Kinder statt, es werden Flyer ausgeteilt, um Kinder über ihre Rechte aufzuklären und Kinder können beispielsweise Zoos kostenfrei besuchen. Doch der Tag wird auch genutzt, um auf die besonderen Bedürfnisse und Rechte von Kindern aufmerksam zu machen.

Das Motto dieses Jahr ist „Kinderrechte jetzt!“ und spielt damit auf die Kernforderung der Aktivist*innen an: die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz. Gerade in unserer Zeit, die von der Pandemie und einer drohenden Klimakatastrophe geprägt ist, sei es besonders wichtig auf Kinderrechte aufmerksam zu machen.

Wir wünschen Euch allen einen schönen Weltkindertag

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Eine etwas andere Walderfahrung

kolbensteinMontag- read-weekly-gossip-Tag,

also hey RWG!

Die Orientierungsstufe, also Klassenstufen 5 und 6, ist vielleicht mit die spannendste Zeit auf der weiterführenden Schule. Mit der Einschulung (oder auch "Umschulung" von Grund- auf weiterführende Schule) kommt man auf eine viel größere Schule, lernt unglaublich viele Mitschüler*innen jeglicher Altersstufen kennen und alles wird ein bisschen ernster.

Dennoch gibt es einige Dinge, die wir alle machen durften oder manchmal auch mussten, an die man sich in der Oberstufe noch erinnern kann. Hier ein paar Stichwörter: Schulschwimmen, ELP (Erlebnispädagogik), Kolbenstein. Caritas-Projekte. Kommen die Erinnerungen?

Die jetzigen 6.- und 7.-Klässler*innen mussten aufgrund von Corona bereits auf Vieles davon verzichten, aber auch die neuen 5er müssen wahrscheinlich noch mit vielen Einschränkungen rechnen.

Erlebnispädagogik, zum Beispiel, ein Projekt, welches normalerweise in der 5. Klasse über mehrere Wochen hinweg stattfindet und bei dem es darum geht, als Klassengemeinschaft verschiedenste Aufgaben zu lösen und somit zusammenzuwachsen, blieb wegen der Pandemie und dem daraus bedingten Hygieneplan Corona vielen Schüler*innen vorenthalten, da körperliche Nähe (Teamarbeit) nicht stattfinden durfte.

Kolbenstein, aber, kann dieses Jahr zum Glück stattfinden. Nachtwanderungen und Holzschnitzen, Streiche von Jungs an Mädchen und umgekehrt, selber spülen und kochen und mit Förstern durch den Wald laufen gehört normalerweise zum Basis-Paket, muss aber dieses Jahr in abgespeckter Form stattfinden. Bereits letzte Woche sind zwei 6. Klassen für jeweils zwei Tagesausflüge in den Wald gefahren und diese Woche folgen zwei weitere Klassen. Auch, wenn sie nicht dort übernachten können, ist der Zeitraum von morgens acht bis abends um sechs dafür vorgesehen, so viele Erfahrungen wie möglich abseits jeglicher Zivilisation zu machen und neben der Natur und der Ursprünglichkeit des Lebens auch die Klassengemeinschaft zu genießen.

Wir wünschen unseren 6.-Klässler*innen viel Spaß im Wald, auch wenn es dieses Jahr nicht genau dasselbe ist. Hoffentlich könnt ihr trotzdem in der Oberstufe noch ein oder zwei Geschichten über die zwei Tage im Wald erzählen.

Bis nächste Woche

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Die beste Entscheidung meines Lebens war das Auslandsjahr

London InterviewEs ist Montag Read-Weekly-Gossip Tag,

Also hey RWG!

Charlotte ist eine ehemalige Mitschülerin von uns, die nach der 10. Klasse ein Auslandsschuljahr in London gemacht hat und jetzt komplett an die Londoner Schule gewechselt ist. Sie beginnt nach den Sommerferien ihr zweites und letztes Schuljahr in England und schreibt im nächsten Sommer ihre A-Levels (gleichwertig zu unserem Abitur). Letzte Woche hat sie uns nochmal besucht und wir durften ihr ein paar Fragen über das Leben in London, die Unterschiede der Schulen und Tipps für ein Auslandsschuljahr stellen.

Blog: War für dich der Austausch das erste Mal, dass du in einem englischsprachigen Land warst?

Charlotte: Ich war 2019 für eine Woche in London (mit dem Schüleraustausch am RWG) und da hat mich London schon riesig fasziniert. Das war dann auch der Grund, weshalb ich mich für London entschieden habe.

Blog: Wie weit von London bist du weg?

Charlotte: Mit dem Zug 40 Minuten, ungefähr. Manche Leute sagen, wenn sie das hören: „Oh das ist ja schon ziemlich weit“. Aber eigentlich ist es das gar nicht.

Blog: Ja, wenn man mal überlegt. Wenn von uns Leute aus Straßenhaus in die Schule kommen, fahren die auch 40 Minuten mit dem Bus.

Charlotte: Dann ist man auch direkt in der Innenstadt. Ich steige immer am Tower of London aus. Wenn ich mit Freunden rausgehe, gucke ich dann auf TikTok, was man so machen kann. Da kommen Cafés oder irgendwelche Sky Gardens raus. Wenn man nicht aus London kommt und so die größten Sachen gesehen hat, z.B. Buckingham Palace, Tower Bridge, weiß man nicht, was man machen soll.

Blog: Du lebst ja bei einer Gastfamilie, wie ist das so?

Charlotte: Die Gastfamilie hat mich ausgesucht. Also ich habe einen Bogen ausgefüllt und der wurde denen vorgezeigt. Es ist richtig, richtig schön da, die sind wirklich freundlich und fürsorglich. Als ich am ersten Tag ankam, meinten die schon: „Fühl dich wie Zuhause, iss was du willst.“ Ich habe mich richtig heimisch gefühlt. Das ist auch wichtig bei einem Auslandsjahr. Ich hatte eine Freundin, die musste ihre Familie wechseln, weil ihre Gastfamilie echt schlimm war. Richtig unfreundlich und die haben ihr verboten, Dinge zu essen, die sie nicht bezahlt hat. Da habe ich ihr geraten, dass sie wechseln soll und dann hat sie das auch gemacht. Dann hatte sie die ersten 2 Monate kein schönes Auslandsjahr, aber wenigstens den Rest über.

Blog: Gab es denn Sorgen, die du vorher hattest, die sich bestätigt haben oder bei denen du gemerkt hast, dass sie voll unnötig waren?

Charlotte: Ich hatte echt Sorgen, wie meine Gastfamilie ist. Ich habe nur ein paar Mal mit denen geschrieben. Ich hatte keine Ahnung wie die drauf sind, ob die eher strict sind oder locker. Aber, als ich da ankam, und die haben mich begrüßt und schon Fish und Chips so als Nationalspeise für mich gekauft, habe ich schon gemerkt, dass die richtig nett sind und dann war die ganze Aufregung vorbei.

Blog: Du machst jetzt im kommenden Schuljahr deinen Abschluss. In welchen Fächern?

Charlotte: In History, Buisness und Drama.

Blog: Das sind - außer Geschichte - Fächer, die in Deutschland eher nicht angeboten werden.

Charlotte: An meiner englischen Schule bereiten die einen schon eher auf das Leben nach der Schule vor. Wir schreiben zum Beispiel öfter Lebensläufe in der Schule, was ich sehr gut finde. Es gibt so viele Fächer, das variiert natürlich immer von Schule zu Schule. Es gibt auch Deutsch oder law – falls du Anwalt werden möchtest.

Blog: Ihr habt dann aber wirklich nur noch drei Fächer in der Oberstufe?

Charlotte: Ja, aber der Umfang ist unglaublich. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen.

Blog: Und du meintest, ihr habt zwei Leherer*innen und dementsprechend zwei Themen pro Fach gleichzeitig?

Charlotte: Das war am Anfang sehr verwirrend, gerade in Geschichte. Und dann haben wir noch Kurswork – Stunden. Da müssen wir bis Januar über die amerikanische Geschichte recherchieren.

Blog: Wie lange ist denn so ein Schultag bei dir?

Charlotte: Wir fangen normalerweise um halb neun an, da geht erstmal jeder in seine Tutor-Group. Das ist wie ein Stammkurs. Da meldet man sich einfach und es wird kontrolliert, dass man anwesend ist und man kann mit seinen Sitznachbarn und Freunden reden. Mit der Tutor-Group hat man jeden Montag noch ein Fach PSHE – das steht für Political, Social, Health and Economics – und das behandelt so Themen, wie sicheren Sex oder Drogenkonsum.

Blog: Also sehr nah am Leben der Schüler*innen.

Charlotte: Ja, es wird auch viel über lgbt oder black lives matter aufgeklärt. Die lgbt Flagge hängt immer über der Schule. Das wird viel mehr angesprochen als hier. Auch, wenn wir am RWG diese Antirassismus Kampange haben, wird das immer noch viel zu selten angesprochen. Um fünf vor neun beginnt dann die erste Stunde und eine Stunde geht dann auch immer 60 Minuten. Um 14:55 Uhr haben wir dann Schluss.

Blog: Wie ist denn die Notengebung bei euch?

Charlotte: Unsere Punktevergabe ist nicht wirklich wie in Deutschland. Oft, wenn wir Hausaufgaben aufkriegen, werden die benotet, aber nach marks. Das heißt, auf eine Aufgabe gibt es zum Beispiel acht marks – also acht Punkte.

Blog: Und was sind die meisten marks die man so bekommen kann?

Charlotte: Zum Beispiel in Buisness sind die ziemlich streng, auf was es Punkte gibt. Je nach Anspruch gibt es mehr oder weniger Punkte. Und man sagt dann ungefähr für einen mark sollte man eine Minute brauchen – da kommt man schon mal ins Schwitzen.

Blog: Wie sieht das dann auf dem Zeugnis aus?

Charlotte: So ein richtiges Zeugnis haben wir gar nicht bekommen. Wir haben ja unsere Tests geschrieben. Wirklich in einer großen Halle, jeder an einem Einzeltisch…

Blog: Richtige Harry Potter Vibes…

Charlotte: Ja, genau! Und als wir dann die Noten bekommen haben, wurden dann Briefe ausgelegt, in denen die Noten drin standen.

Blog: Sind deine Noten vom letzten Schuljahr denn relevant für die A-Levels?

Charlotte: Nicht wirklich, die Noten sind nur wichtig, ob ich versetzt werde. Aber der Stoff aus dem letzten Jahr kann auch im Abschlusstest abgefragt werden.

Blog: Gab es Unterschiede zu Deutschland, bei denen du gedacht hast: "Hier muss ich mich anpassen."?

Charlotte: Meine Freundin Emma hat mir das immer gesagt, wenn wir in der Stadt oder so unterwegs sind, dass ich öfter "Danke" sagen muss. Egal, was man macht, selbst, wenn ein Mensch dich nur durchlässt, sagt man immer: "Dankeschön". Engländer geben auch öfter fremden Menschen Komplimente für Outfits auf der Straße. Ich habe das Gefühl, der Vibe der Menschen ist ganz anders, die sind viel offener und freundlicher als Deutsche.

Blog: Und in der Schule?

Charlotte: Der Dresscode, natürlich. Die Schulen geben auf Aussehen viel mehr Acht. Ich hatte jetzt eine Style – Veränderung deswegen, also sauer bin ich nicht. Aber es war am Anfang sehr, sehr schwierig. Es sind keine Jeans erlaubt, keine Turnschuhe, nicht bauchfrei, keinen Rücken zeigen…

Blog: Und du beschreibst gerade ein relativ typisches Outfit von einer Schülerin am RWG.

Charlotte: Ich konnte meinen ganzen Kleiderschrank aufräumen. Manchmal, wenn man nur eine Stunde hat, bin ich immer noch mad, dass es einen Dress-Code gibt. Aber es ist nicht so strict wie ich gedacht hatte. Ich sah aus wie eine Sekretärin an meinem ersten Tag und alle anderen kamen in ihren schönen Outfits und sahen einfach flawless aus. Das war am zweiten Tag dann ganz anders.

Blog: Wie groß war denn die Herausforderung mit dem Englisch?

Charlotte: Die haben am Anfang für mich sehr schnell gesprochen oder einzelne Wörter verwendet, die ich nicht kannte. Aber da habe ich dann einfach nachgefragt.

Blog: Hast du denn das Gefühl der Schulunterricht hat dich gut vorbereitet?

Charlotte: Also, ich finde schon. Der Unterricht am RWG hat mich gut vorbereitet. Aber ich würde natürlich immer raten, bei Serien oder YouTube reinzugucken, denn es wird natürlich auch viel Slang benutzt und das kann die Schule einem nicht beibringen.

Blog: Hast du Tipps für Schüler*innen, die über ein Auslandsjahr nachdenken?

Charlotte: Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, das zu machen und sie haben auch die Möglichkeit dazu, würde ich das hundertprozentig machen. Das war die beste Entscheidung meines Lebens dieses Auslandsjahr zu machen - ich bin so froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Als Tipp: Am besten nicht vom Schlimmsten ausgehen und versuchen, sich drauf zu freuen – es ist eine wirklich tolle Erfahrung. Man hat auch eine Organisation, die kann man bei Problemen immer ansprechen.

Blog: Wenn man jetzt Lust hat, dich weiter zu verfolgen, wo kann man dich auf Socialmedia finden?

Charlotte: Bei Instagram heiße ich charlotteleonardii.

Blog: Dann vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen dir auf jeden Fall noch eine tolle Zeit in London und viel Glück, bei allem was du noch vorhast.

Charlotte: Danke, dass ich hier sein durfte.

 

 

 

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