Ramadan

RamadanDienstag, zwar einen Tag zu spät, aber trotzdem

hey RWG!

 

Am 13. April diesen Jahres hat der Ramadan angefangen, der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der Fastenmonat der Muslime. Er geht noch bis zum 13. Mai und auch an unserer Schule gibt es Schülerinnen und Schüler, die entweder selber oder deren Familienmitglieder fasten.

Roda aus der MSS 11 hat sich die Zeit genommen, uns zu berichten, wie sie den Ramadan verbringt und was es für sie bedeutet.

„Richtig“ fastet sie schon seit sie 12 Jahre alt ist, aber sie hat schon vorher angefangen teilzunehmen, wenn auch nicht den ganzen Ramadan über. Kinder müssen nicht fasten, sie sollten immer genug Kraft und Energie haben, um Alltägliches zu machen, wie zum Beispiel in die Schule zu gehen.

Man könnte sagen, dass man Fasten soll, wenn man in die Pubertät kommt. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wenn man sich noch nicht bereit fühlt, ist es zum Beispiel auch möglich einen Tag zu fasten, den nächsten aber nicht, um sich eine Erholungspause zu geben.

Es ist also nicht so einfach zu sagen es gäbe ein festes Alter, ab dem man fasten sollte: Die Pubertät ist eigentlich ein guter Richtwert, aber es ist am Ende immer eine individuelle Entscheidung, ob man fasten kann oder nicht.

Roda sagt, dass es ihr persönlich nicht schwer fällt, während der Fastenzeit zur Schule zu gehen. Am Anfang war es ein wenig schwierig, da der Körper sich zunächst daran gewöhnen muss, es wird mit der Zeit aber einfacher.

Es macht auch nichts aus, wenn andere Menschen oder ihre Freunde vor ihr essen, weil sie sich dort nicht sehr fokussiert.

Das Fastenbrechen geschieht am Ende des Tages mit der Familie oder Freunden zusammen, Hauptsache nicht alleine. Es ist nicht unbedingt ein Ritual, sondern nur die bevorzugte Art und Weise, da es immer besser ist, Fasten in einer Gruppe zu brechen. Es bietet sich auch an, schließlich können alle zur gleichen Zeit wieder Essen und nicht jeder isst zu einem anderem Zeitpunkt, zum Beispiel, wenn er/sie von der Arbeit oder aus der Schule kommt.

Als letztes möchte sie noch ein Missverständnis aufklären: Es geschieht häufig, dass ihr während der Fastenzeit Essen angeboten wird mit den Worten „Hier, iss, ich sag das deinen Eltern nicht“. Auch, wenn es vielleicht gut gemeint ist, ist es wichtig zu verstehen, dass Ramadan nicht für die Eltern oder irgendjemanden gemacht wird. Fasten bedeutet, sich selber ein Ziel zu setzen und es vor allem für sich selber zu erreichen. Sie kann und möchte nicht heimlich dafür essen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Roda, dass sie uns so viel erzählt hat und wünschen allen am Donnerstag ein gesegnetes Fastenbrechen!

Bis nächste Woche und bleibt gesund

Euer Blog

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 Mai 2021 09:53
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