Aktuelles am RWG Neuwied

Gedichte im Schuhkarton

Karton 12Wie kann DS-Unterricht in Zeiten von Corona stattfinden?

Eine beeindruckende Antwort fand mein Kurs ds 2 der MSS 11. Thematischer Schwerpunkt dieses Halbjahres ist der Umgang mit dem Text und der Einsatz der Stimme.

„Ursprünglich wollte Frau Hahn mit uns die Ballade „John Maynard“ von Fontane vertonen. Wir haben Rollenarbeit geleistet und uns jeweils in die Figur eines Passagiers auf dem Schiff hineinversetzt. Nach den Methoden des Theatertheoretikers Konstantin Stanislawski haben wir verschiedene Rolleninterviews durchgeführt. Bevor die Schule wegen Corona geschlossen wurde, hatten wir uns in Gruppen zusammengefunden, um aus unserer jeweiligen Rolle heraus den Text der Ballade einzuüben und mit verschiedenen Techniken, wie soundscape, chorischem Sprechen, Gesang usw., die Ballade in Form einer Klang-Collage einzuüben und aufzuführen. Diese geplante Gruppenarbeit konnten wir nach der Schulöffnung natürlich nicht fortsetzen, denn wir hätten eng zusammenarbeiten müssen“, erklärt Fiona Ruschke.

„Frau Hahn hatte dann einen Plan B“, fährt Maksim Markovic fort. „Wir verließen das Szenario von John Maynard und sollten uns stattdessen ein Gedicht aussuchen, das für uns von Bedeutung ist. Zu diesem Text sollten wir einen Schuhkarton gestalten, der die Atmosphäre des Gedichtes transportiert.“

„Dann sollte jeder für sich sein Gedicht auf der Bühne vortragen. Den gestalteten Karton konnten wir dabei entweder als Dekoration neben uns stellen oder als Requisit benutzen“, erzählt Anne Basch.

„Dass der Karton selbst nicht in seiner Ausgestaltung benotet wurde, kam mir sehr gelegen!“, lacht Maksim. „Die Gestaltung des Kartons sollte vielmehr zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem gewählten Gedicht dienen, hat Frau Hahn erklärt. So haben wir quasi mit einer der Methoden von Stanislawski versucht, ein tieferes Verständnis von dem Text zu bekommen, damit wir dann alle Emotionen in den Gedichtvortrag legen konnten“, fährt er fort.

„Tatsächlich ist in einer Nachbesprechung herausgekommen, dass über Zweidrittel des Kurses das kreative Gestalten des Schuhkartons sehr hilfreich fanden, um einen besseren Zugang zum Text zu bekommen“, schließt Luisa Jacobi.

Jede Schülerin und jeder Schüler konnte so im DS-Unterricht eine spielpraktische Note bekommen und beweisen, was er und sie in der Unterrichtseinheit zum Einsatz der Stimme, zum deutlichen Sprechen und zum Textvortrag gelernt hatte – und all das unter Einhaltung des Hygieneplans.

„Ich fand es gut, dass Frau Hahn nicht nur deutsche Gedichte, sondern auch Songtexte – auf Englisch oder Deutsch – zugelassen hat. Ihr war es wichtig, dass uns die Texte selbst etwas bedeuten und wir uns damit identifizieren. So kam schon heraus, dass Jungen sich mit anderen Themen beschäftigen als Mädchen und dass es Jungen in dieser Gesellschaft oft schwerer fällt, sich mit ihren Gefühlen zu zeigen“, sagt Albert Sabani.

Ich selbst bin von den Leistungen meiner Schülerinnen und Schüler beeindruckt und möchte Ihnen und Euch einige Impressionen in Form von Fotos nicht vorenthalten.

 

Coronakrise 2020 - Gedanken einer Schülerin

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
(Louisa ArmbrechtZitat der kanadischen Autorin Alanis Obomsawin, 1972)

Dieses Zitat kennt wohl jeder und die meisten wissen: es stammt von weisen indigenen Häuptlingen - und damit liegen sie ziemlich falsch.

Tatsächlich stammt das Zitat von der kanadischen Autorin A. Obomsawin, die es in einem ihrer Bücher niederschrieb. Aber egal, ob alte Mahnung der Indianer oder als Buchtext, das Zitat steckt voller Weisheit und spricht schon immer ein gegenwärtiges Thema an.
Und trotzdem funktioniert unsere Welt nur noch mit Geld. Es geht um die größten Gebäude, die schönsten Yachten, den größten Reichtum. Die Wirtschaft lenkt die Gesellschaft, beide verlassen sich immer auf die schwächsten Parteien und Menschen, die ausgebeutet werden, um den möglichst höchsten Gewinn zu erzielen. Unsere Welt wird immer schneller, immer globaler und um uns herum wimmelt es nur so von Lieferungen und Waren anderer Länder oder gar Kontinente.

Und plötzlich bleibt alles stehen: Keine Flugzeuge mehr, keine lauten Partys, keine Lieferungen. In den Supermärkten fehlt bereits zwei Stunden nach den wenigen Lieferungen Mehl, Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Hefe. Die Bürger trauen sich nicht mehr aus ihren Häusern, die Straßen bleiben leer und die ersten Verschwörungstheorien entstehen. Was sich anhört wie ein 0815-Apokalypsefilm aus Hollywood, ist auf einmal die Realität. Zwar laufen keine gehirnfressenden Zombies umher, aber gruselig ist das Szenario trotzdem. Und alles fing - Gerüchten zufolge - mit einer schlecht gegarten Fledermaus auf einem Fischmarkt in Wuhan, China an.

Der Auslöser für die Situation, die in Europa im Februar beginnt und drei Monate später immer noch höchst präsent ist, ist keine vom Menschen erschaffene Waffe oder neue Methodik, um Macht zu demonstrieren und Geld zu gewinnen. Es ist ein kleines Virus, das sich von Tieren auf Menschen übertragen hat und durch die Globalisierung innerhalb von Tagen und Wochen in die ganze Welt mit allen Staaten gebracht wurde. Covid-19 heißt es und gehört zur Gruppe der SARS-Viren.

Und da der kontrollgewohnte Mensch dieses Virus nicht kennt, weiß niemand, wie es weitergehen soll. Und die Folgen des Ausbruchs sind weitaus schlimmer als leere Supermarktregale, in denen sich vor kurzem noch palettenweise Toilettenpapier stapelte.

Wir Menschen sind es gewohnt, auf die Globalisierung und Staaten der ganzen Welt angewiesen zu sein - nur merken wir das schon gar nicht mehr. Man sehe sich nur jetzt mal um: womit ist die Wohnung ausgestattet? Textilien aus Indien, Pflanzen aus dem Urwald, das Mobiliar aus China. Und was gab es eben zu essen? Schnitzel, das in den USA verarbeitet wurde? Vielleicht auch nur Erdbeeren, die – Überraschung - im Mai dann doch aus Spanien, Italien oder Chile stammen? Legt ein Virus alles lahm, weil man versucht, die Ausbreitung einzudämmen, fällt auch das auf einen Schlag weg. Die Leute fangen aus Panik an, zu hamstern. Warum jedoch alle wie verrückt Klopapier kaufen, weiß so genau niemand.

Sicher ist aber, dass das Virus unserer Wirtschaft einen riesigen Schaden zufügt, und das auch in Jahren noch spürbar sein wird. So schloss China nach einigen Wochen endlich die Läden und verpasste den Bürgern einen saftigen Lockdown. Italien zog bald als am stärksten betroffenes europäisches Land nach und bald standen die meisten Staaten unter Lockdown und Quarantäne. Raus gehen darf man nur noch zum Einkaufen, von zuhause arbeiten wird empfohlen und Treffen mit Freunden sind eh Geschichte. Und gerade dieser Lockdown, dieses „von zuhause Arbeiten“, trifft die Wirtschaft eiskalt. War 2019 China noch der wichtigste Handelspartner Deutschlands, fielen die Importe aus der Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Durch den wegbrechenden Außenhandel wird die Wirtschaftsleistung wohl in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen. Das bedeutet einen Sturz von 3,44 Billionen auf 3,296 Billionen Euro. Was wiederum einen Verlust von 144 Milliarden Euro ausmacht. Die Globalisierung hat eben doch nicht nur positive Aspekte. Sie war schließlich der Grund, wie sich das Coronavirus in kürzester Zeit auf die ganze Welt übertragen ließ. Denn brauchte zum Beispiel die schwarze Pest im 14. Jahrhundert ein ganzes Jahr, um sich von Zentralasien auf 13 Staaten zu verbreiten, schaffte es das Coronavirus innerhalb weniger Wochen, die ganze Welt zu infizieren. Damit haben vor allem die Handels- und Reisewege zu tun, die zu der Zeit noch über Seefahrt und Eselskarren liefen, und heute den wesentlich schnelleren Weg über Flugzeuge, Autos und Züge nehmen.

Zurück zu der heutigen Zeit, in der die großen Konzerne sicht- und spürbar unter der Wirtschaftskrise 2020 leiden: Autohersteller wie VW, Audi oder Opel erhalten keine Bau- oder Ersatzteile mehr - für Autos, die sowieso nicht gebaut werden können, weil Mitarbeiter wegen fehlender Einnahmen sowie bestehender Hygiene- und Kontaktbestimmungen in Kurzarbeit arbeiten müssen und die Produktion deshalb still steht. Für Autos, die aus Gründen wie Existenzangst oder Geldmangel wegen verlorener Arbeitsstellen niemand kaufen möchte. Und auch die gesamte Touristenbranche mitsamt Reisebüros, Hotels, Reiseführerketten, Fluglinien usw. leidet unendlich unter den Umständen, dass niemand mehr das eigene Haus, geschweige denn das eigene Land verlässt.

Die Wirtschaftsriesen leiden an den Folgen des Virus. Sie können sich aber immer noch auf ihre Größe verlassen. Kleine Privatunternehmen hingegen, darunter einheimische Tourismusbranchen wie Souvenirshops, Straßenkünstler und -Verkäufer, Restaurants, Modegeschäfte, Kioske, Spezialisten, Werkstätten usw., müssen gerade wegen Covid-19 um ihre Existenz bangen. Denn bis zu den Lockerungen in den nächsten Wochen haben sie für Monate keine Einnahmen mehr erhalten, müssen dennoch Miete zahlen und können sich nicht auf große Geldpolster verlassen. Und selbst, wenn es jetzt wieder Lockerungen geben wird, stellt sich die Frage, wer zur Zeit in ein Restaurant gehen möchte.

Und auch an anderen Ecken bricht die Wirtschaft teilweise zusammen. Sogenannte Mini-Jobs auf einer Basis von 450€ brechen wegen Kurzarbeit und Ausgangssperre weg. Diese Arbeitsstellen, die einem alleinerziehenden Elternteil genug Freizeit bieten, um Kinder zu versorgen und den Haushalt zu führen und den Betrieb oder die Firma relativ wenig kosten, während wichtige Arbeitsfelder abgedeckt und Arbeit erledigt wird, sind normalerweise ein guter Deal für bestimmte Personengruppen.

Und nicht nur auf dieser Ebene wächst die Arbeitslosigkeit. Denn hinter großen Dingen stecken oft mehr Beteiligte, als man denkt.

So gibt es zum Beispiel Firmen, die Transportboxen für Musiker herstellen. Da Konzerte etc. nun aber ausfallen, schwindet natürlich auch die Anfrage für diese Produkte, und schon verlieren zehn Menschen ihre Arbeit - oft geht die Geschäftsführung sogar davon aus, dass die Firma die hohen Verluste nie ausgleichen werden kann und die Firma schließt dauerhaft.

Oft sind davon Menschen betroffen, die eben noch nie viel Geld verdient haben und keine großen Reserven haben, auf die sie sich verlassen können. „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“, heißt es im Volksmund. Dieser doch sehr umgangssprachliche Ausdruck beschreibt einfach gesagt auch in der Corona-Krise, dass die Armen immer ärmer werden und die Reichen immer reicher. Diese Waage wird sich, bildlich gesprochen, nie gleichmäßig ausrichten.

Dass auch die Gesellschaft stark unter den Umständen leidet, bekommt wohl jeder am eigenen Leib zu spüren. Frustration, Lustlosigkeit, Verzweiflung, Angst und Wut sind noch die am einfachsten zu erklärenden Emotionen, die bei den meisten auftreten.

Was weitaus beängstigender ist, ist eine ganz andere Emotion: Hass. Und dieser tritt in vielen Formen auf. Bei manchen Menschen keimt Rassismus auf. Dass die Bürger Chinas nicht der Auslöser des Virus sind, wird dann schlichtweg ignoriert und schon zieren Begriffe wie „China-Virus“ die Schlagseiten. Und das von Machthabern und Regierungschefs großer Weltstaaten. Wieviel Hass und Rassismus aber im Untergrund, zum Beispiel in rechtsradikalen Gruppen oder bei einfachen Bürgern umhergeht, ist nicht zu sagen. Asiatisch-stämmige werden auf öffentlichen Plätzen bespuckt, beleidigt und verängstigt angeguckt. « Je ne suis pas un virus » ist ein in Frankreich umgehender Satz, der die Situation gut zusammenfasst: Der Unterschied zwischen Virus aus China und Mensch, der aus Asien stammt, wird nicht erkannt und automatisch bedeuten Asiaten für diese Menschen potentielle Gefahr. Dass Asiaten genauso wenig oder viel von dem Virus betroffen sind, scheint nicht einzuleuchten.

Doch auch in anderer Form hat das Coronavirus Rassismus zur Folge. Berichten zur Folge, werden in China Menschen mit starker Pigmentierung aus Hotels gewiesen und auf offener Straße festgenommen, weil das Virus wohl von „den Schwarzen“ ausgehe. Hier wird das große Rassismusproblem Chinas deutlich. Oder besser gesagt: das Rassismusproblem der Menschheit. Denn, obwohl wir alle im selben Boot sitzen, - einige sind halt größer und teurer und andere treiben in Wallnussschalen über den Ozean - scheint es die menschliche Rasse nicht zu schaffen, einmal für einander und miteinander zu kämpfen.

Aber das Virus bringt nicht nur negative Auswirkungen mit sich. So zieht es auch Vorteile, wie das Überdenken der momentanen Wirtschaftsweise, mit sich. Denn bislang hatte zum Beispiel die Just-In-Time-Lieferung scheinbar kaum Nachteile. Diese Art des Versandes funktioniert auf Nachfrage durch die Interessenten einer Firma, welche einen Auftrag für das Produkt geben, welches dann wiederum innerhalb kürzester Zeit geliefert wird. Dieses Verfahren hält Lagerkosten klein, da die Materialien erst eintreffen, sobald der Kunde sie braucht. Das hilft auch, die gesamten Endkosten kleiner zu halten.

Das Corona-Virus zeigt deutlich, was passiert, wenn ein Staat durch diese Taktik abhängig von dem Import aus einem anderen Staat ist und die Produkte nicht vorrätig hält. So kam es von März bis Mai zu einem Lieferengpass, der verhinderte, dass Nasen-Mund-Masken und Desinfektionsmittel im Laden zu finden waren. Der Export, zum Beispiel von China nach Deutschland, war eingestellt worden und der deutsche Staat besitzt selber kaum Fabriken zur Herstellung dieser Artikel.

Was uns die Situation allerdings auch zeigte, ist, wie schnell dann doch unser Staat reagieren kann und wie gut der Mensch dann doch Hand in Hand arbeiten kann - solange er dabei finanzielle Vorteile herausziehen kann.

Denn nach kurzer Zeit machten sich Fabriken die Maskenherstellung zur Hauptaufgabe, um die Bevölkerung besser schützen zu können. Diese Geschwindigkeit, in der sämtliche Vor- bzw. Nachkehrungen getroffen wurden, ist vor allem auf unsere starke und kompetente Regierung zurückzuführen. Und auch - oder vor allem! - unser gutes Krankenhaussystem und unsere Gesundheitsversorgung waren ausschlaggebend für eine so gut laufende Eindämmung des Virus.
Wie stark und gut gerüstet unser Staat trotz der kleinen Erschütterungen durch mangelnde Vorsorge letztendlich doch ist, haben wir ein weiteres Mal bewiesen.

Und auch die Erde selber mit ihrer Flora und Fauna profitiert merklich von der Änderung der Lebensweise zu einem langsamen Leben, ohne viel Auto- und Flugverkehr, der der Erde viel CO2-Ausstoß zumutet, und ohne diesen riesigen Tourismus, der ganze Städte negativ beeinflusst, sodass man nach einem Monat Lockdown in Venedig das erste Mal wieder sauberes und klares Wasser in den Kanälen findet. Unser Planet wird kurzgesagt erholt aus dieser Situation herausgehen. Und vielleicht bemerken ja auch die Bewohner, wie sie unserem Planeten schaden.

Bei der Problemlösung spielt die Europäische Union eine der wichtigsten Rollen. Durch sie kann sich jeder Mitgliedsstaat in solch einer Krise auf sowohl finanzielle als auch wissenschaftliche und technische Unterstützung verlassen. Durch diese Vereinigung müssen kleinere Staaten nicht befürchten, durch mächtigere Staaten im Stich gelassen zu werden. Denn die EU spricht jedem Mitgliedsstaat vertraglich vereinbarte Darlehen und die Übernahme von Schulden bis zu einem bestimmten Grad zu. Dieses Phänomen trat zum Beispiel 2015 auf, als Griechenland unter hohen Schulden litt und Geld von der EU erhielt. Diese Verträge bestehen zur Sicherung, damit ein schuldbeladener Staat andere Staaten nicht mit in die Krise zieht, da ein instabiler Staat zu einer instabilen Wirtschaft innerhalb der EU führen kann.

Darüber hinaus teilen alle Staaten ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und Meinungen, was zu weitaus mehr Erfolgen führt, als wenn jeder Staat als Einzelkämpfer fungieren würde. Die Union ist in dieser Krise vergleichsweise wie ein Ameisenstaat, der aus vielen kleinen Tieren eine Einheit bildet, die es dann vollbringen können, große Nester zu bauen und weitaus größere Eindringlinge zu besiegen. Dieser Eindringling steht hierbei als Metapher für das Coronavirus.

Fasst man die Situation kurz zusammen, lässt sich herausfiltern, dass das Coronavirus die gesamte Weltwirtschaft in eine merkliche Wirtschaftskrise führt, die auch noch in ein paar Jahren zu spüren sein wird, welche aber (hoffentlich) durch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Staaten und vor allem innerhalb der EU so gut wie möglich abgewendet werden wird. Die Gesellschaft leidet spürbar unter Jobverlusten, den Einschränkungen des normalen Lebens und Unsicherheiten, aber der deutschen Bevölkerung wird durch gute Gesundheitsversorgung und vernünftige Regierung der Rücken weitgehend frei gehalten, solange sich die Bürger an die Vorschriften halten.

Das Virus zeigt uns aber auch Vorteile, von denen wir profitieren werden. So werden wir auf viele Umstände aufmerksam, die wir in der Zukunft ändern sollten.

Letztendlich werden wir auch diese Krise überleben und stärker daraus hervor gehen. Denn so schnell hat die menschliche Rasse noch nie aufgegeben.
Und vor allem: „Eine gute Schwäche ist besser als eine schlechte Stärke.“ (Zitat: Charles Aznavour (armenisch-französischer Chansonnier))

Quellen: n-TV.de, destatis.de, tagesschau.de, prologistic.de, europarl.europa.eu

Wichtige Informationen zur Schulbuchausleihe

WICHTIGE INFORMATION zum Bestellzeitraum für die Teilnahme an der Ausleihe gegen Gebühr im Schuljahr 2020/2021!

Liebe Eltern,

aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat das Ministerium für Bildung den Bestellzeitraum für die Teilnahme an der Schulbuchausleihe gegen Gebühr im Schuljahr 2020/2021 verlängert.

Nachdem feststeht, wann die letzten Jahrgangs-/Klassenstufen die Schule wieder besuchen werden, hat das Ministerium für Bildung den dafür vorgesehenen Anmeldezeitraum verbindlich festgelegt.

Ihre Bestellung können Sie in diesem Jahr in der Zeit vom

25. Mai 2020 bis 1. Juli 2020

im Elternportal tätigen.

Bitte beachten Sie: Sofern Sie die Bestellung nicht im vorgenannten Zeitraum abschließen, müssen Sie alle Lernmittel, die Ihr Kind im Schuljahr 2020/2021 im Unterricht benötigt, selbst kaufen!

Ihr Helmut Zender, Schulleiter RWG

(i.A. des Ministeriums für Bildung in Rheinland-Pfalz)

Wiederaufnahme des Unterrichts

Dieser Artikel als PDF-Datei: Informationen zum Unterrichtsbeginn

Die nachfolgende Datei ist auszudrucken und am Montag, auch von den Erziehungsberechtigten unterschrieben, in die Schule mitzubringen:
Regelungen zum Unterrichtsbeginn

Anwesenheitsplan der einzelnen Jahrgangsstufen bis zum Schuljahresende

 

Sehr geehrte Eltern,

ab dem 25.05. werden weitere Schülerinnen und Schüler an die Schule zurückkehren, bis zu den Sommerferien sollen alle noch einmal die Schule besuchen. In dieser Woche erhalten Sie daher nicht nur die genaueren Informationen zu den 5ern und 6ern, sondern auch einen Ausblick, wie es am RWG weitergehen wird.

Zunächst einmal sind die Rückmeldungen, die bei mir eintreffen, sehr unterschiedlich. Viele Eltern wünschen sich baldmöglichst wieder eine schulische Normalität, andere machen sich Sorgen um eine zu frühzeitige Schulöffnung. Vielleicht werden daher einige froh sein über Zeitpunkt und Tempo der Wiedereröffnung, andere enttäuscht und wieder andere besorgt. Wir als Schule haben für Sie alle ein offenes Ohr und versuchen, Sie und vor allem Ihre Kinder bei uns gut und in ein sicheres Umfeld aufzunehmen. Dazu gehört auch, dass die jeweils ersten Stunden des ersten Schultags den Besonderheiten der Situation gehören. Hygienemaßnahmen und deren Umsetzungen werden erläutert und besprochen, je nach Altersstufe erfolgt eine mehr oder weniger intensive Betreuung im Schulalltag.

Die Umsetzung der Wiedereröffnung erfolgt an allen Schulen nach individuellen Plänen. Räumliche Gegebenheiten und personelle Möglichkeiten setzen den Rahmen für das, was geht. So werden beispielsweise Schulen, die schon im Normalbetrieb hart an den Grenzen von Raumkapazitäten arbeiten, genauso Schwierigkeiten haben wie diejenigen, die im Kollegium einen hohen Anteil an Angehörigen von Risikogruppen haben. Gleich sind allerdings an allen Schulen die Grundbedingungen und die Reihenfolge, in der Regelungen und Maßnahmen zu beachten sind. Diese Grundbedingungen sind durch das Bildungsministerium vorgegeben und daher zwingend einzuhalten:

Am wichtigsten und jederzeit zu beachten ist der Hygieneplan, der Abstände, Schutzmaßnahmen und durch seine Einschränkungen indirekt auch die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler am RWG festlegt. Nach unseren Berechnungen sind wir in der Lage, maximal ein Drittel der Schülerinnen und Schüler gleichzeitig im Haus zu haben. Danach richten sich konsequent alle unsere Vorbereitungen. Keinesfalls darf es zu einem Überbietungswettbewerb kommen, wer jetzt die meisten Klassen für die längste Zeit an die Schule zurückholt.

Belehrungen zu den einzelnen Maßnahmen des Hygieneplans erfolgen sowohl im Vorfeld schriftlich als auch immer wieder im Schulalltag, besonders intensiv natürlich am ersten Tag der Rückkehr.

Es folgt in der Priorisierung durch das Ministerium der Fachunterricht für die Jahrgänge 10 bis 12, die ja schon seit einigen Wochen im Wechsel wieder im Präsenzunterricht sind. Hier stehen Fragen wie die Fachhochschulreife, das nahende Abitur oder der Abschluss der Sekundarstufe I im Raum, deshalb werden auch noch Klassen- und Kursarbeiten geschrieben und ein möglichst regulärer Abschluss des Schuljahres angestrebt.

Natürlich kann für alle anderen Jahrgänge der Fachunterricht nicht im Vordergrund stehen, das wäre unter den aktuellen Bedingungen auch gar nicht leistbar. Es wird also bei weitem nicht immer Unterricht „nach Plan“ geben, auch fachfremde Betreuung bei einer Lehrkraft, die die Klasse sonst gar nicht hat, ist möglich. Ausschlaggebend ist hier die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die als Risikopatienten nicht vor Ort unterrichten dürfen, außerdem schützt einen das Coronavirus nicht davor, aufgrund einer anderen Erkrankung zuhause bleiben zu müssen.

Daher ist auch nicht mehr zu erwarten, dass noch -wenn überhaupt- im größeren Umfang Leistungsnachweise erfolgen. Die Versetzungsfrage am Ende des Schuljahres ist durch das Ministerium klar geregelt. Auf Basis der vorhandenen Noten wird ein Jahreszeugnis erstellt und die Versetzung in die nächste Klasse oder Stufe ausgesprochen. Reichen die Noten nicht für eine Versetzung aus, erfolgt diese „aus besonderen Gründen“. In diesen Fällen erhalten Sie auf jeden Fall einen Termin für ein Beratungsgespräch, das sich mit der weiteren Laufbahn Ihres Kindes beschäftigt.

Für die Jahrgänge 5 bis 9 steht also im Vordergrund, die zuhause geleistete Arbeit vor Ort ordnen und besprechen zu können, zumindest einen Teil der eigenen Klasse noch einmal vor den Ferien wiederzusehen und ansonsten dem hohen Druck, der auf vielen Familien lastet, nicht noch weiteren hinzuzufügen. Wie verpasster Stoff aufzuholen ist, wie es im nächsten Schuljahr weitergeht und was eventuell in den Lehrplänen verändert werden muss, ist kein Thema für die ohnehin kurze Zeit an der Schule und ist an anderer Stelle in den nächsten Wochen und Monaten zu diskutieren und zu planen.

Achten Sie bitte in der nächsten Woche regelmäßig auf neue Veröffentlichungen auf der Homepage oder Zugänge von Mitteilungen per Mail oder Scooso. Die allgemeinen Hinweise dieses und anderer Schreiben werden immer wieder durch weitere konkrete Ausführungen, Pläne und Erklärungen vervollständigt. So erhalten Sie beispielsweise bereits jetzt einen Plan für die Anwesenheit aller Klassen und Kurse bis zum Ende des Schuljahres, an dieser Stelle werde ich allerdings ausführlicher nur auf die Orientierungsstufe eingehen.

Außer den Jahrgängen 11 und 12, die im wöchentlichen Wechsel komplett an der Schule sind, können alle anderen Klassen in der Regel nur jeweils zur Hälfte unterrichtet werden, weil aufgrund der Raumgröße normaler Klassenräume und der Abstandsregeln von 1,50m zwischen den Sitzplätzen maximal 15 bis 16 Schülerinnen und Schüler in einen Raum passen. Die Woche ab dem 25.05. beginnt also mit der ersten Hälfte der 5 und 6, in der darauffolgenden Pfingstwoche folgt dann die zweite. Die namentliche Einteilung wird in Absprache mit den Klassenleitungen vorgenommen, bitte haben Sie Verständnis, dass hier keine Einzelwünsche berücksichtigt werden können. In der dann folgenden kurzen Woche (Fronleichnam) ist dann ausnahmsweise noch einmal die gesamte Stufe 6 im Haus. Sie wird in den bekannten hälftig getrennten Gruppen in getrennten Räumen unterrichtet, wobei die Lehrkräfte der Klassen in enger Absprache und Vorbereitung sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen die Gruppen teilen. Am Mittwoch, dem 10.06., erhalten die Schülerinnen und Schüler der 6 dann ihre Zeugnisse und danach nur noch Heimunterricht nach Möglichkeit. Die 5er kommen dann nach einer kurzen Pause am Ende des Schuljahres noch einmal wieder, beachten Sie bitte den anliegenden Plan.

Wir wissen natürlich, dass wir mit unseren Jüngsten nicht genauso starten können wie mit den Jahrgängen 10-12, dass der Wunsch, Freundinnen und Freunde wieder zu treffen, besonders groß ist und gerade in diesem Alter Regelungen auch gerne mal „vergessen“ werden, selbst wenn sie bekannt sind. Wir haben unsere Vorbereitungen diesbezüglich angepasst und werden Ihre Kinder im Sinne eines guten und gesunden Beisammenseins intensiv betreuen. Allerdings muss an dieser Stelle auch der Hinweis erfolgen, dass eine fortgesetzte Nichtbeachtung des Hygieneplans dazu führen kann, dass einzelne Schülerinnen oder Schüler dann nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen können. Schauen Sie sich die Regeln, die Sie im Vorfeld bereits erhalten und deren Kenntnis Sie und Ihr Kind bestätigen müssen, gemeinsam an und sprechen Sie darüber, damit tragen Sie wesentlich zu einem reibungslosen Beginn bei und leisten eine wichtige Vorarbeit.

Die Verdoppelung der Schüler/innen/zahl ab dem 25.05. stellt eine besondere Herausforderung dar. Allerdings haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass es funktionieren kann. Zwar setzt dies ein hohes Maß an Disziplin voraus, zu dem aber alle unsere Altersstufen mit Sicherheit in der Lage sein werden. Helfen Sie mit und motivieren Sie Ihre Kinder diesbezüglich, dann werden wir gemeinsam eine gute und schöne Zeit des Wiedersehens am Rhein-Wied-Gymnasium verbringen. Bei aller Anspannung freuen wir uns sehr auf den Start und sind überzeugt, dass das Positive der kommenden Wochen die Regelungen und Einschränkungen deutlich überwiegen wird.

Noch eine kurze Bemerkung zum ersten Tag: Sicherlich verfügen Ihre Kinder schon alle über irgendeine Form von Mund-Nasen-Schutz. Bitte sorgen Sie dafür, dass z.B. für die Busfahrt eine Bedeckung vorhanden ist. An der Schule selbst erfolgt die Ausgabe von jeweils einer wiederverwendbaren Maske, die das Land zur Verfügung gestellt hat, im wahrsten Sinne des Wortes „pro Nase“.

Bleiben Sie bitte achtsam, passen Sie gut auf sich und Ihre Liebsten auf und kommen Sie weiterhin wohlbehalten durch diese Zeit.

Helmut Zender, Schulleiter

Informationen zur Schulbuchausleihe 2020/2021

Sehr geehrte Eltern,

20200518 Schulbuchausleihenach der ursprünglichen Planung sollten bis zum 22.05.2020 die Informationen zur Anmeldung an der entgeltlichen Schulbuchausleihe verteilt sein. Dies ist allerdings nicht möglich, da die Jahrgangsstufen 5 bis 9 erst ab dem 25.05.2020 versetzt die Schule besuchen werden.

Laut Kreisverwaltung sollen die Schreiben NICHT auf dem Postweg versandt werden. Den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 9 werden daher der Code und die Informationsschreiben persönlich im Präsenzunterricht ausgehändigt.
Damit alle Eltern die Möglichkeit haben, im Schuljahr 2020/2021 an der Ausleihe gegen Gebühr teilzunehmen, wird das Elternportal über den im Zeitplan festgelegten und im Merkblatt zur Ausleihe gegen Gebühr genannten Anmeldezeitraum 25. Mai bis 16. Juni hinaus bis zum 1. Juli geöffnet sein.

Schülerinnen und Schülern, die in den folgenden Wochen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können (Risikogruppen), wird der Freischaltcode mit den Infos auf dem Postweg übersandt.

Mit freundlichen Grüßen
Nicole Baumgartner

RWG-Kollektion: Die Bestellungen sind endlich da!

20190812 Schulkleidung3Die im Februar bzw. März aufgegebenen Bestellungen von T-Shirts, Hoodies sowie Taschen werden in den kommenden Wochen nach und nach über die Klassenlehrer/innen der verschiedenen Jahrgangsstufen verteilt werden können.

Wer darauf nicht warten möchte, kann seine Bestellung donnerstags in der 4./5. Stunde (10.35 – 12.25 Uhr) nach vorheriger Terminvereinbarung mit Frau Wink vor dem Sekretariat abholen. Bitte dazu eine E-Mail mit vollständigem Namen des/der Bestellenden, ggf. der Angabe der Klasse und dem Abholzeitraum an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

 

Scooso 4 Vertretungsplan!

V PlanAufgrund einer zeitweiligen Überlastung des Moodle-Servers konnte der Vertretungsplan heute dort nicht hochgeladen werden.

Daher gilt ab sofort, dass der Vertretungsplan online nur noch über scooso einsehbar ist. In der App ist er immer aktuell abgebildet.

Hilfe beim Homeschooling

Corona SchoolDas Bildungsbüro Neuwied empfiehlt Schülerinnen und Schülern, die Hilfe und Unterstützung bei der Erledigung der Aufgaben zuhause brauchen, die Corona School unter folgendem Link: Corona-School

Es wird berichtet, dass die Corona School den Kontakt zwischen Schüler*innen und Studierenden für eine virtuelle Lernbetreuung vermittele. Diese digitale Unterstützung für Zuhause sei kostenfrei und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit Studierenden in Kontakt zu treten, sodass die Jugendlichen Hilfe bei Hausaufgaben bekommen, sich unklare Sachverhalte erklären lassen und Fragen stellen können. 

Leider liegen derzeit noch keine Erfahrungen mit Corona School vor. Vielleicht möchten Sie / vielleicht möchtet ihr diesen Service dennoch gerne ausprobieren.

 

 

 

Das hätte ins Auge gehen können!

Sezieren1Für einige Schülerinnen und Schüler hat der Unterricht im Rhein-Wied-Gymnasium wieder begonnen und dank der Metzgerei Schug aus Polch hatte der Fachbereich Biologie ausreichend Schweineaugen zur Verfügung, um die Anatomie eines Linsenauges zu studieren – vielen Dank dafür!

Ohne diese immer wiederkehrenden Sachspenden wäre es unseren Schülerinnen und Schülern nicht möglich, biologische Arbeitsweisen, wie das Sezieren von Organen, kennenzulernen bzw. zu üben.

Der Lockdown in Folge der Corona-Infektionswelle zögerte das praktische Arbeiten zwar lange Zeit hinaus, doch nun war es endlich so weit: Trotz stumpfer Skalpelle und Scheren gelang es den Schülerinnen und Schülern die Augen fachgerecht und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen des Ministeriums zu zerlegen und den inneren Aufbau, beispielsweise die Linse, den Glaskörper und die Netzhaut mit dem blinden Fleck, zu studieren. Insbesondere das Aufspüren der letztgenannten Strukturen erfordert ein genaues Hinschauen und ein sorgfältiges Arbeiten. So konnten die Schülerinnen und Schüler bereits in ihrer ersten Präsenzstunde nach den Schulschließungen sehr viel profitieren.

Nächste Veranstaltungen

06.07.2020 00:00
Sommerferien
05.10.2020 00:00
Internationaler Tag des Lehrers
31.10.2020 00:00
Reformationstag
01.11.2020 00:00
Allerheiligen
06.12.2020 00:00
Nikolaustag

Adresse

Rhein-Wied-Gymnasium
Im Weidchen 2
56564 Neuwied

Telefon: 02631 / 39550
Telefax: 02631 / 395529 

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