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Klasse 5a in der Märchenwelt

  • 11 Januar 2022 |
  • geschrieben von  Julia Dapprich

Mia SchollMagische Wesen, zauberhafte Gegenstände, das Gute besiegt das Böse – mit diesen märchenhaften Merkmalen befasste sich die Klasse 5a in den letzten Wochen im Deutschunterricht. Der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt; lediglich eine Reizwortkette diente als Grundlage zum Schreiben. Die Schülerin Mia Scholl tauchte in die Welt der Glitzereinhörner ein und besiegte gemeinsam mit ihrer Glitzemöhre die böse Hexe. Das Happy End darf natürlich nicht fehlen, dass das Böse besiegt wird, das Mädchen sich in eine Königstochter verwandelt und den König zum Gemahlen nimmt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Die gesamte Klasse hatte beim Märchenschreiben sehr viel Spaß und dieses Thema schafft es immer wieder, die Kinder von der realen Welt abzulenken und Träume wahr werden zu lassen. Das Märchen von Mia will ich Ihnen und Euch natürlich nicht vorenthalten. Viel Freude beim Lesen!

Das Geheimnis der glitzernden Möhre

Es war einmal ein armer Junge, seine Eltern hatten wenig Geld. Da machte er sich auf den Weg, um nach Essbarem zu suchen und traf ein goldenes Einhorn. Das Einhorn war eigentlich kein richtiges Einhorn, es war eines der sieben Töchter des Königs.

Es fing so an, dass das netteste der sieben Geschwister, Lilly, einer alten Frau half, ihren Einkauf zu tragen. Doch es war keine normale alte Frau, es war eine Hexe. Das ahnte Lilly jedoch nicht. Lilly ging mit der alten Frau zu ihrem Haus. Nach einiger Zeit wollte Lilly gehen, doch plötzlich murmelte die alte Frau etwas vor sich hin. Lilly fing an zu leuchten und wurde ein Einhorn. Doch zunächst bemerkte sie es nicht, erst als sie zur Tür gehen wollte, schaute sie in den Spiegel, der neben der Tür hing. Sie stieß vor Schreck ein lautes Wiehern aus. Die Hexe wollte, dass Lilly in ihrer neuen Gestalt half, Gold zu zaubern. Eine Hexe kann selbst kein Gold zaubern, nur mit Hilfe eines Einhornes und das war Lilly nun jetzt. Die Hexe zauberte mit Lilly als Einhorn Tausende von Goldbarren. Jetzt war die Hexe, die sich eben als „Hexe Grete“ vorgestellt hatte, reich, sehr reich.

Lilly wollte nicht, dass Grete noch reicher wurde. Deshalb ging Lilly immer noch in Einhorngestalt zur Tür. Als sie die Tür erreicht hatte, bemerkte die Hexe Lillys Plan, zu fliehen. Die Hexe Grete legte einen zweiten Fluch über Lilly. Der zweite Fluch bestand darin, dass Lilly innerhalb von drei Tagen von ihrer Einhorngestalt befreit werden musste, sonst wird sie ihr Leben lang ein Einhornsein. Das wollte Lilly natürlich nicht. Zu ihrem Überraschen, ließ die Hexe sie gehen, aber dennoch sagte sie etwas Beunruhigendes: „Finde in drei Tagen jemanden, der dich zurückverwandelt. Sonst gehörst du für den Rest deines Lebens mir!“ Lilly trat mit ihren Hinterhufen gegen die Tür und galoppierte hinaus in den Wald. Plötzlich traf sie auf den Jungen, der vor mehreren Stunden aufgebrochen war, um nach Essbarem zu jagen. Der Junge starrte Lilly an, natürlich war sie immer noch in Einhorngestalt und Lilly starrte den Jungen an. Nach einer kurzen Zeit sagte der Junge: „Ich bin Louis!“ Louis fand sich selbst albern, denn er sah erstens ein goldenes Einhorn und zweitens stellte er sich dem Einhorn vor. Lilly kratzte mit ihren Hufen auf den feuchten Waldboden: „Ich bin Lilly! Du musst mich retten, bevor ich in drei Tagen für immer ein Einhorn bleibe!“ Louis las die Botschaft und fragte Lilly: „Wie kann ich dir helfen?“ In diesem Moment hörte Lilly in ihrem Kopf die Stimme der Hexe, die ihr antwortete: „Er muss die verzauberte Möhre finden, um dich zu befreien! Sie ist da, wo das Moos an den Bäumen wächst!“ Lilly schrieb wieder mit ihrem Huf auf dem Waldboden, was die Hexe ihr geantwortet hatte.

Louis wusste von seinen Eltern, dass das Moos auf der Nordseite wächst. Lilly und Louis liefen eine ganze Weile bis sie auf eine Lichtung kamen. Dort glitzerte etwas in der untergehenden Sonne. Auf dem Weg zur Lichtung hatte Lilly bemerkt, dass sie auch ohne Hexe zaubern kann. Also zauberte sie Louis und sich einen Schlafplatz auf der Lichtung. Lilly zauberte Louis ein gemütliches kleines Haus und sich selbst zauberte Lilly einen schönen warmen Stall zum Schlafen. Sie waren sehr müde und schliefen sofort ein. Am nächsten Morgen klopfte Lilly vorsichtig mit ihrem Huf gegen Louis Tür. Louis wachte sofort auf und rannte zur Tür. Kaum hatte Louis die Tür geöffnet und seine Sachen zusammengesucht, trat er durch die Tür. Das Haus, welches gerade noch hinter ihm war, ist einfach verschwunden. Ebenso war auch Lillys Stall verschwunden. Lilly wollte Louis gerade anbieten, auf ihrem Rücken zu reiten, da sah Louis etwas glitzern, an genau der Stelle, wo es auch gestern geglitzert hatte. Doch als Louis gestern nachsehen wollte, war dort nichts. Jetzt aber war dort eine glitzernde, orangene Möhre. Louis versuchte zunächst vergeblich die Möhre aus der Erde zu ziehen, nach mehreren Versuchen gelang es ihm endlich. Louis überreichte Lilly freudig die Möhre, die sie mit Genuss sofort verspeiste.

Auf einmal tauchte vor Louis und Lilly die Hexe auf und war zornig. Sie hatten die Hexe besiegt und Lilly gerettet. Auf der Lichtung wurde es plötzlich ganz hell. Louis musste die Augen zu machen, weil er geblendet wurde. Neben Louis stand Lilly, jetzt aber wieder als Mensch und nicht mehr als Einhorn. Louis war glücklich und überrascht zugleich. Denn vor ihm stand eine der sieben Töchter des Königs.

Nach einer Weile kehrten Lilly und Louis zum Schloss zurück. Der König war überglücklich, seine Tochter zu sehen. Er sprach zu Louis: „Du sollst Lilly zur Gemahlin haben und neuer König werden!“ Das machte Louis und Lilly sehr glücklich, denn sie mochten sich gerne, sehr gerne. Das ganze Gold der Hexe verschwand und sie wurde zu einer gewöhnlichen alten Frau. Louis und Lilly lebten nun glücklich und zufrieden in ihrem Schloss, denn auch Louis Eltern hatten sie zu sich genommen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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